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Eine junge Frau mit Latzhose steht in einer Werkstatt.

Ausgangssituation

Die Ausgangssituation, aus der heraus Menschen sich für eine Existenzgründung entscheiden, kann so unterschiedlich sein wie die Menschen selbst. Egal, woher Du kommst und wo Du gerade stehst: Wir zeigen Dir die Besonderheiten des Gründens und beraten Dich auf Deinem Weg in die Selbstständigkeit.

Sich selbst verwirklichen – Gründen aus oder neben dem Beruf

Nicht selten entsteht der Gedanke einer Existenzgründung aus dem Wunsch, eigene Ideen und Vorstellungen zu verwirklichen. Wer sich aus einem Angestelltenverhältnis ins Unternehmertum begibt, eröffnet sich neue Chancen, z. B. größere Entscheidungsfreiheit, mehr Lohn, selbstbestimmte Einteilung der Arbeitszeit oder die Wahl der Mitarbeiter. Doch eine Gründung geht auch mit neuen Risiken einher: Verantwortung für alle unternehmerischen Entscheidungen, Phasen ohne Einkünfte, viel Arbeit auf Kosten der Freizeit. Vielleicht willst Du noch nicht alle Sicherheiten auf einmal aufgeben und die Selbstständigkeit erst einmal „ausprobieren“? Dann könnte sich eine Nebenerwerbsgründung parallel zum Beruf eignen.

Weißt Du, warum Du gründen willst?

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Hast Du eine kreative Idee und willst damit richtig Geld verdienen? Suchst Du einen besseren Job oder willst Dich weiterentwickeln und als Chefin oder Chef mehr Verantwortung übernehmen? Bist Du noch im Studium, gerade arbeitslos oder aus der Baby-Pause zurück? Oder sollst Du den Betrieb Deiner Eltern übernehmen, willst aber eigentlich alles anders machen? Je mehr Klarheit Du über Deine Motive für die Selbstständigkeit hast, desto zielgerichteter kannst Du starten!

Junge Ideen – Gründen neben Schule oder Studium

Gute Ideen entstehen oft bereits zu Schulzeiten oder während des Studiums. Warum sie also nicht nutzen und sich schon in jungen Jahren damit selbstständig machen? Schwachpunkte, wie fehlende berufliche Erfahrung und wenig Geld, können junge Gründerinnen und Gründer durch mehr Wagemut und gute Fördermöglichkeiten ausgleichen. Lass Dich auf jeden Fall im Vorfeld beraten, damit Du alle Formalitäten, die in Deiner Situation wichtig sind, beachtest. Du kannst nur gewinnen: Egal, wie erfolgreich Dein erstes Unternehmen wird, Du sammelst unbezahlbare Erfahrung fürs Leben!

Tipp: Förderung für Studierende und Absolventen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) vergibt u. a. das EXIST-Gründerstipendium:

Eine neue Chance – Gründen aus der Arbeitslosigkeit

Keine Arbeit zu haben ist kein Hindernis, ein Unternehmen zu gründen! Eine Existenzgründung kann die Arbeitslosigkeit beenden und auf längere Sicht sogar neue Arbeitsplätze schaffen. Die Agentur für Arbeit bietet Empfängern von Arbeitslosengeld I bzw. II als Unterstützung den Gründungszuschuss bzw. das Einstiegsgeld. Solltest Du aus der Arbeitslosigkeit gründen, ist eine intensive Vorbereitung unerlässlich, um Deine Ansprechpartner zu überzeugen, Dir die Fördermittel zu gewähren.

Zitat Carsten Grünewälder, Waagentechniker
Carsten Grünewälder

Ich hatte schon länger mit der Idee geliebäugelt, mich selbstständig zu machen. Schließlich hatte ich viel Berufserfahrung, kannte die Marktsituation und war umfangreich weitergebildet. Aber erst als ich mitten in der Wirtschaftskrise 2009 arbeitslos wurde, fand ich die nötige Motivation für die Gründung meines eigenen Unternehmens.

- Carsten Grünewälder, Waagentechniker

In große Fußstapfen treten – Gründen als Nachfolgerin/Nachfolger

Wer eine Unternehmensnachfolge antreten will, hat den Vorteil, auf Bewährtes bauen zu können, und den Nachteil, die Rolle des Vorgängers ausfüllen zu müssen. Egal, ob Du als Außenstehender ein Unternehmen übernimmst oder als Sohn oder Tochter den Familienbetrieb – ein Führungswechsel geht häufig mit starken Emotionen aller Beteiligten einher. Setze auf Kommunikation: Lege offen, wie Du das Unternehmen führen willst und lass Dir helfen, damit Gutes fortbestehen kann.