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Zwei Frauen schauen auf Post-Its an einer Wand.

Business Model Canvas

Das Business Model Canvas (kurz BMC) ist ein Tool, mit dem Du Dein Geschäftsmodell visualisieren und Deine Geschäftsidee (weiter) entwickeln kannst.

Das BMC zeigt die wichtigsten Faktoren auf, die ein Geschäftsmodell berücksichtigen muss und hilft Dir dabei, einen Überblick über die einzelnen Bereiche zu erhalten. Das Tool wurde übrigens von dem Schweizer Unternehmer Alexander Osterwalder entwickelt und 2008 veröffentlicht.

Wie funktioniert das Business Model Canvas?

Beim Business Model Canvas läuft alles analog ab. Du benötigst lediglich einen großen Papierbogen, beispielsweise im Format A0, verschiedenfarbige Post-Its und Stifte. Den Papierbogen (Canvas) unterteilst Du in neun unterschiedlich große Segmente, die mit jeweils einem Schlüsselfaktor benannt werden. Um welche es sich dabei im Detail handelt, erfährst Du im weiteren Verlauf.

Zuerst solltest Du Dich alleine bzw. mit Deinem Team hinsetzen und brainstormen. Anschließend notierst Du zu jedem Schlüsselfaktor stichwortartig Ideen und Gedanken auf Post-Its. Diese klebst Du in die entsprechenden Segmente der Tabelle. Ergänzend können auch Skizzen erstellt und angehangen werden.

Solltest Du später feststellen, dass die Stichworte doch nicht zu dem jeweiligen Schlüsselsegment gehören oder zu einem anderen besser passen, kannst Du sie einfach entfernen oder umkleben. Auf diese Weise erhältst Du eine segmentierte Collage Deiner Vorstellungen zum Geschäftsmodell, die Du anschließend clustern und zueinander in Beziehung setzen kannst. Am Ende solltest Du auf diesem Weg zu einem marktfähigen Modell finden.

BMC erstellen – 4 Tipps

  • Eine junge Frau sitzt an einem Schreibtisch vor einem Laptop und macht Notizen in einem Block.

    1. Finde Deinen Einstieg

    Es gibt kein Richtig oder Falsch – es kommt auf die Phase der Unter­nehmens­gründung an, in der Du Dich befindest. Nutze das BMC zur Planung, Optimierung oder für neue Perspektiven.

  • Eine Frau sitzt mit anderen Leuten an einem Tisch und deutet mit ihrem Stift auf etwas vor ihr.

    2. Nimm Dir Zeit

    Gib Dich nicht mit dem ersten Ergebnis zufrieden! Nimm Dir die Zeit und starte mehrere Durchläufe.

  • Eine Gruppe junger Leute steht im Keis und betrachtet ein Blatt Papier, das einer der Männer hält.

    3. Nutze Beispiele

    Fällt Dir der Einstieg schwer, spiele vorab ein simples, vollständiges Beispiel-Geschäftsmodell durch. So erhältst Du einen Überblick über die Fragenstellungen und deren Zusammenhänge.

  • Ein junger Mann mit Vollbart lächelt und hält ein Tablet in der Hand.

    4. Tu's für Deinen Businessplan

    Das Business Model Canvas kann ein gutes Grundgerüst für Deinen Businessplan sein und Dir den Einstieg erleichtern. Lass Deine Ideen und Ergebnisse in den Businessplan einfließen.

Die 9 Elemente des Business Model Canvas

1. Schlüsselpartner (Key Partners)

Abhängig von Deinem Geschäftsmodell können sich strategische Partnerschaften mit Lieferanten, Service Providern oder anderen Unternehmen, die nicht in Konkurrenz zu Dir stehen, anbieten. Welche Unternehmen oder Organisationen kommen für Dich als Schlüsselpartner infrage?

2. Schlüsselaktivitäten (Key Activities)

Welche zentralen Aktivitäten musst Du unbedingt tätigen, um Dein Produkt oder die Leistung, die Du anbietest, zu realisieren?

3. Schlüsselressourcen (Key Ressources)

Auf welche menschlichen, physischen oder finanziellen Ressourcen bist Du angewiesen, um Deine Produktion zu bewerkstelligen bzw. Dienstleistung zu erbringen?

4. Werteversprechen (Value Propositions)

Dein Produkt bzw. die Leistung, die Du anbietest, beinhaltet ein Werteversprechen, sprich einen Nutzen/Mehrwert, den es dem Kunden bietet und der es von den Konkurrenzprodukten/-leistungen abhebt. Welchen Nutzen haben Deine Kunden, wenn sie Dein Produkt kaufen bzw. mit Dir zusammenarbeiten?

5. Kundenbeziehungen (Customer Relationships)

Automatisierte oder direkte zwischenmenschliche Interaktion – die Form der Kundenbeziehung variiert im B2C sehr stark und ist ein wichtiges Element Deines Geschäftsmodells. Wie planst Du, die in Frage kommenden Kunden zu gewinnen und wie willst Du sie langfristig binden?

6.  Kanäle (Channels)

Um Dein Produkt kaufen oder die von Dir angebotene Dienstleistung in Anspruch nehmen zu können, müssen Deine potentiellen Kunden zunächst von Deinem Produkt erfahren. Wie machst Du sie auf Dein Angebot aufmerksam und wie muss der Vertrieb aussehen?

7. Kundensegmente (Customer Segments)

Kleine Nische oder Massenmarkt – in manchen Kundesegmenten werden Deine Unternehmenswerte stark, in anderen schwach wahrgenommen. Analysiere, welche Bedürfnisse in den einzelnen Segmenten herrschen und wie Du sie kommunikativ und auf dem Vertriebsweg erreichen bzw. welche weiteren Segmente Du erschließen kannst. Kurz: Welche Nutzer, Abonnenten und zahlenden Kunden zählen zu Deinen Zielgruppen?

8. Kostenstruktur (Cost Structure)

Dein Betrieb und die Geschäftstätigkeit sind selbstverständlich mit Kosten verbunden, insbesondere für Aktivitäten, benötigte Ressourcen und Partnerschaften. Was sind die wichtigsten Ausgaben, ohne die Dein Geschäftsmodell nicht laufen würde und wo könntest Du Kosten einsparen?  

9. Einnahmequellen (Revenue Streams)

Schnelles Geld durch Einmalzahlungen oder kontinuierliche Einnahmen durch Abonnenten – Einnahmen kannst Du durch verschiedene Preisstrategien generieren. Woher kommt in Deinem Unternehmen das Geld?

Tipp: Business Model Canvas-Vorlage als Download

Auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie kannst Du eine Vorlage für Dein Business Model Canvas herunterladen.