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Minister Andreas Pinkwart steht mit den Gewinnern des Gründerpreises auf der Bühne

Gewinner 2019

Der GRÜNDERPREIS NRW des Wirtschaftsministeriums und der NRW.BANK prämiert die kreativsten und erfolgreichsten Geschäftsideen in Nordrhein-Westfalen.

NRWs wichtigster Gründerpreis ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert und wird vom Wirtschafts- und Digitalminister, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der NRW.BANK, Eckhard Forst, verliehen.

Im Folgenden findest Du die Preisträger 2019.

1. Platz: PHYSEC GmbH, Bochum Dr. Christian Zenger, Dr. Heiko Koepke

Dr. Heiko Koepke und Dr. Christian Zenger mit Moderatorin, Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Eckhard Forst auf der Bühne
© - MWIDE NRW/Ralph Sondermann

Was hat Dich zur Gründung motiviert?

Dr. Christian Zenger: Wir kommen ganz stark aus dem technologischen Bereich. Die Gründungsidee basiert auf einer Technologie, die im Rahmen meiner Promotion weiter erforscht wurde. Ich hatte einfach das Glück, dass ich mich mit einem Verfahren beschäftigen durfte, das damals noch reine Theorie war und das wir jetzt gemeinsam in die Praxis umsetzen. Heiko und ich haben uns in einem Unternehmerworkshop kennengelernt. Bei dem sollten Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler zusammengebracht werden. Das ist wie Elitepartner gewesen, nur zwischen potenziellen Gründern. Heiko war auch sofort von der Idee begeistert und hatte durch seinen familiären Background großes Interesse, auch selber zu gründen.

Was war Dein größtes Erfolgserlebnis als Unternehmer?

Dr. Christian Zenger: Ich empfinde es als großen Erfolg, dass wir ausgewiesene Experten und echt clevere Personen als Teammitglieder gewinnen konnten und weiter gewinnen.

Dr. Heiko Koepke: Eine gute Bestätigung waren auch die ersten Aufträge. Wenn man dann sieht, dass ein Unternehmen in dem Bereich Geld in die Hand nimmt, dann motiviert das noch mal zusätzlich.

Wie fühlst Du Dich als Unternehmer?

Dr. Heiko Koepke: Das Interessante ist, man hat eigentlich gar keine Zeit, sich darüber Gedanken zu machen. Man ist den ganzen Tag mit tausend Sachen beschäftigt. Unsere Firma wächst und damit auch die Verantwortung.

Gab es auch Hürden, die Du auf dem Weg in die Selbstständigkeit nehmen musstest?

Dr. Heiko Koepke: Eine erste große Hürde war ganz klar das Problem, wie man die Patente von der Uni in die Ausgründung bekommt, da das Unternehmen sonst vor komplexen Herausforderungen im Marktzugang steht. Zudem gab es natürlich immer wieder Herausforderungen, doch bis jetzt war es immer so, dass wir sie recht gut bewältigen konnten. Man darf und muss sich auch Fehler erlauben, das gehört ganz klar dazu. Man sollte nur schauen, dass sie in einem reparablen Rahmen bleiben, damit keine langfristigen Schäden zurückbleiben.

2. Platz: Ch.Batsch Verfahrenstechnik GmbH, Meckenheim Christine Batsch

Christine Batsch mit Moderatorin, Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Eckhard Forst auf der Bühne
© - MWIDE NRW/Ralph Sondermann

Was hat Dich zur Gründung motiviert?

Christine Batsch: Dass ich eigene Ideen umsetzen und etwas verändern kann. Man muss nicht auf das „Okay“ von anderen warten, sondern kann einfach „machen“.

Wie hast Du die Gründung erlebt?

Christine Batsch: Der Tag der Gründung war ein besonderer Tag. Ich saß beim Notar und habe meine Firma eintragen lassen. Genau an dem Tag, an dem mein Vater 70 wurde. Es war ein bisschen wie noch mal 18 werden. Vorher im Angestelltenverhältnis war man noch mehr in Sicherheit und jetzt hat man die Jungs dann auf einmal selbst auf der Lohnliste stehen. Es war eine Mischung aus Angst und sehr viel Freude.

Wie fühlst Du Dich als Unternehmerin?

Christine Batsch: Es fühlt sich gut an. Ich kann mir nichts anderes vorstellen. Ein Job, in dem man jeden Tag das Gleiche macht, da würde ich eingehen. Die Vielfältigkeit gefällt mir. Ich bin hier Mädchen für alles und ich bin es auch gerne. Man hat die Ideen, aber darf genauso wieder schrauben, fährt zu den Kunden raus und berät oder informiert. Ich will nicht tauschen.

Was erhoffst Du Dir für Dein Unternehmen in der Zukunft?

Christine Batsch: Wenn man so die aktuelle Klimadebatte verfolgt, hoffe ich, dass in zehn Jahren Recycling Pflicht ist. Dann waren wir hoffentlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wir wollen weiter wachsen und einen guten und sicheren Arbeitsplatz für viele Menschen anbieten.

3. Platz: StoneTec GmbH, Bocholt Tim Dunkerbeck, Peter Hagdorn

Tim Dunkerbeck und Peter Hagdorn mit Moderatorin, Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Eckhard Forst auf der Bühne
© - MWIDE NRW/Ralph Sondermann

Wie hast Du die Gründung erlebt?

Tim Dunkerbeck: Wir sind mit vier Meistern gestartet und wurden erst mal belächelt, nach dem Motto: Da kommen vier Meister, die jetzt meinen, mal eben den Fliesenleger-Markt revolutionieren zu wollen. Wir haben es im Laufe der Zeit dann aber allen gezeigt. Unsere Kunden haben unsere Arbeit direkt zu schätzen gewusst.

Peter Hagdorn: Auch aus unserem privaten Umfeld kamen nur positive Reaktionen. Alle waren stolz.

Welche Werte treiben Dich denn an?

Tim Dunkerbeck: Menschlichkeit. Wir sind nicht die Chefs und unsere Handwerker nicht die, die das Geld einbringen. Uns ist Qualität in der Form wichtig, wie wir unsere Baustelle hinterlassen und was wir dem Kunden am Ende präsentieren. Das muss ein gutes Ergebnis sein, was unserem Meisterniveau entspricht. Wenn das mal nicht so ist, dann kümmern wir uns darum, dass es am Ende unserer Vorstellung entspricht.

Peter Hagdorn: Bildlich gesprochen können wir von einer Fußballmannschaft reden, in der wir die Trainer sind. Doch das Ganze kann nur funktionieren, wenn das Team untereinander funktioniert. So bringen alle dann auf dem Platz auch die richtige Leistung.

Was rätst Du anderen Existenzgründern?

Tim Dunkerbeck: Ein Wort: Machen!

Peter Hagdorn: Und nicht vom Konzept abweichen.

Tim Dunkerbeck: Man muss hundertprozentig daran glauben und dahinterstehen. Wenn man eine Vision hat, dann einfach machen!

Aufzeichnung der Preisverleihung

GRÜNDERPREIS NRW 2019 Preisverleihung vom 18.11.2019